Filteranlagen: Kartuschen- und Sandfilteranlagen

Pool gefüllt mit Wasser

Inhalt

Filteranlagen sind sehr wichtig für den Pool und die Qualität des Wassers. Wenn Sie Ihren Traum von einem Pool endlich verwirklichen möchten, müssen Sie sich nicht nur Gedanken über offensichtliche Planungspunkte machen. Zu denen zählt zum Beispiel die richtige Form und Größe des Pools, oder auch der Standort oder ob der Pool eingelassen der freistehend sein soll. Ein besonders wichtiger unscheinbarer Planungspunkt ist die Auswahl einer geeigneten Filteranlage für den Pool. Schließlich sollte das Becken sauber gehalten werden, damit das Schwimmerlebnis nicht durch schlammiges, verschmutztes Wasser behindert wird.

Die wichtigsten Fragen, die man sich rund um die Auswahl eines geeigneten Filters stellen könnte, sind: „Welches Filtersystem soll ich verwenden?“ „Ist die Filteranlage direkt am Pool oder im Technikraum platziert?“  und „Wie installiere ich das Filtersystem?“. Um im Vorfeld Klarheit zu schaffen und mit dem Bau des Pools zu beginnen, muss man sich frühzeitig für das richtige Filtersystem entscheiden. Bei der Auswahl eines Filtersystems sollten neben der Größe des Beckens auch äußere Einflüsse (zum Beispiel Bäume in Beckennähe) berücksichtigt werden. In diesem Artikel geben wir Antworten auf die oben gestellten Fragen, um die Auswahl einer geeigneten Filteranlage zu vereinfachen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kartuschen- und einem Sandfilter?

In einem Pool wird nicht nur Chlor zur chemischen Reinigung des Wassers hinzugefügt. Das Wasser muss auch von größeren Partikel wie Blättern, Pollen und Insekten gereinigt werden. Daher wird ein spezieller Filter benötigt, um grobe Partikel herauszufiltern. Die am häufigsten verwendeten Filter sind Kartuschen und Sandfilter.

Der Kartuschenfilter

Bei einem Kartuschenfilter wird eine Papierkartusche genutzt, um die groben Partikel aufzufangen und zu filtern. Um die Kartusche zu reinigen, kann man diese mit einem Gartenschlauch abspritzen. Trotz der Reinigung sollte die Kartusche von Zeit zu Zeit durch ein neue ersetzt werden. Kartuschenfilter sind in vielen verschiedenen Modellen erhältlich. Für kleine Becken gibt es ein komplettes Sortiment an Filtern, die an der Beckenwand befestigt werden können. Der an der Oberfläche schwimmende sogenannte Skimmer nimmt Wasser auf. Das verschmutzte Wasser wird dann in den Filter geleitet und durch das Rücklaufrohr gelangt das saubere Wasser in den Pool zurück.

Kartuschenfilter mit einem separaten Skimmer eignen sich hervorragend für größere Pools. Dabei wird der Skimmer direkt an der Beckenwand in Höhe der Wasseroberfläche montiert. Das angesaugte Wasser wird über flexible Schläuche zum Filter geleitet. Der Nachteil des Kartuschenfilters ist, dass er nur Schmutz von der Beckenoberfläche entfernt. Die zu Boden sinkenden Steinchen werden vom Kartuschenfilter nicht gefiltert. Eine Auswahl an Kartuschenfiltern für Ihren Pool finden Sie hier.

Der Sandfilter

Der Sandfilter wird für große Pools empfohlen. Diese Systeme sind in der Lage, große Wassermengen mindestens zweimal täglich ohne Probleme vollständig umzuwälzen, damit das Wasser klar und sauber bleibt. Das Sandfiltersystem hat eine Pumpe, welche das Wasser anpumpt und in einen Filtertank leitet. Dort reinigt der Quarzsand das Wasser, das über eine Rücklaufleitung anschließend zurück ins Becken gepumpt wird. Wenn der Sand im Filter stark verschmutzt ist, erhöht sich der Druck im Kessel. Diese Erhöhung des Drucks wird auch angezeigt. Dann muss die Anlage rückgespült werden. Man braucht zusätzlich Wasser, aber der Behälter muss nicht geöffnet werden. Der Vorteil des Sandfilters ist seine hohe Saugleistung. Dies ist ein Vorteil für große Pools.

Kurz gesagt, Kartuschenfilter eignen sich besonders für kleine Pools. Diese sind kostengünstig und einfach zu bedienen. Für große Pools und Bodeneinbaubecken hingegen empfiehlt sich das Sandfiltersystem. Es reinigt auch effektiv große Wassermengen, ist aber auch teuer in Anschaffung und Wartung. Eine Auswahl an Sandfiltern finden Sie hier.

Wieso ist die Beckengröße entscheidend?

Neben der Beckengröße wird auch das Beckenvolumen (Länge x Breite x Tiefe) in der Regel in Kubikmetern gemessen. Je stärker der Filter und seine Pumpe, desto sauberer das Wasser. Der Energieverbrauch ist ein sehr wichtiges Thema. Funktionell sind Filtersysteme im Allgemeinen gleich aufgebaut. Das heißt, es filtert das Sichtbare (Blätter, Kleintiere) und das Unsichtbare (Hautpartikel, Sonnencreme usw.). Je stärker die Strömung im Becken ist, desto schwieriger ist der Betrieb der Filteranlage.

Wie lange dauert die Säuberung des Wasser durch einen Filter?

Es dauert nicht länger als 2 Stunden, bis das Wasser im Gartenpool vollständig zirkuliert. Das Poolwasser sollte zweimal täglich umgewälzt werden, damit der Filter weniger als zwei Stunden am Tag arbeitet. Kurze Laufzeiten reduzieren den Energieverbrauch. Sandfilteranlagen können Probleme haben, wenn die Filterpumpe längere Zeit läuft.

Wir bieten in Kooperation mit Magiline drei verschiedene Filteranlagen an: Magiline’s Perfect Filter / FX20 / NFX30 Filteranlage. Je nach Beckenvolumen wird Ihnen der richtige Filter angeboten.

Wie viel kostet es, das Filtermaterial zu ersetzen?

Die Kosten des Kartuschenfiltersystems sind nicht hoch. Eine Gartenpoolpumpe kostet inklusive Filter knapp 800 Euro. Der Preis für eine Ersatzkartusche liegt bei rund 100 Euro. Eine Kartusche hält nicht lange und muss häufig ausgetauscht werden, was zu Betriebskosten führt. Die Reinigung mit einem Gartenschlauch kann den Austausch etwas verlangsamen, aber die Wirksamkeit des Filters lässt mit der Zeit erheblich nach. Die Sandfilteranlage kostet je nach benötigter Leistung zwischen 120 € für einen Quickup Pool und 500 € für einen Gartenpool. Für 25 kg Quarzsand müssen Sie rund 15 Euro bezahlen. Der Sand kann problemlos 1 bis 2 Jahre verwendet werden.

Wie aufwendig ist die Reinigung eines Filtersystems?

Die Reinigung des Filters hängt immer davon ab, wie verschmutzt das Wasser ist. Aufgrund der geringen Menge an Filtermaterial verstopfen Kartuschenfilter schneller als Sandfilter und müssen daher häufiger gereinigt werden. Wenn der Filter nachlässt, muss die Kartusche ersetzt werden. Mit dem Sandfiltersystem nimmt die Reinigung des Filters nicht viel Zeit in Anspruch. Das Filtersystem sollte einmal im Monat gereinigt werden, um die Reinigungswirkung zu erhalten. Das Filtertankventil wird auf den Modus „Rückspülen“ eingestellt. Das bedeutet, dass das System automatisch reinigt. Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten. Eine Sandfilteranlage bedeutet einen überschaubaren Reinigungsvorgang, da Sand bis zu 2 Jahre im Filtertank verbleiben kann.

Ist der Pool an einen Abfluss angeschlossen?

Beim Bau eines Pools stellt sich unweigerlich die Frage, wie man das Wasser am besten entsorgen könnte. Schließlich kann man nicht endlos umwälzen und filtern. Es muss nach einiger Zeit auch komplett ersetzt werden. Wenn es viel regnet, läuft der Pool über, deswegen muss man Wasser ablassen, um eine Überschwemmung zu vermeiden.

Bitte beachten Sie, dass Poolwasser im Gegensatz zu Regenwasser mit Chemikalien behandelt wird und das Wassersystem beschädigen kann. Daher ist es generell nicht erlaubt, Poolwasser in die Kanalisation abzuleiten. Poolbesitzer sollten sich daher an die Baubehörde wenden, um sich nach den Grenzwerten zu erkundigen.

Wie kann das Wasser sonst entsorgt werden?

Schütten Sie keine Chemikalien, die zum Reinigen des Pools verwendet werden, direkt in die Kanalisation. Sie müssen gemäß der Schadstoffbeseitigungsverordnung entsorgt werden. Die gebräuchlichste Methode zur Aufbereitung des  Poolwassers besteht darin, es an die Kanalisation Ihres Hauses anzuschließen und das Abwasser aufzufangen. Denn es ist das Schmutzwasser, das am Wasserversorgungssystem gereinigt und aufbereitet werden muss.

Wenn nur geringe Mengen von Chemikalien im Pool zum Einsatz kommen, kann das Wasser auch  auf dem eigenen Grundstück versickert werden oder Blumenbeete und Rasen könnten mit dem Wasser bewässert werden. Bevor Sie dies tun, sollten Sie die Zusammensetzung des Beckenwassers überprüfen, um festzustellen, ob die Schadstoffe im Wasser unter den Grenzwerten liegen. Poolwasser darf nur dann in den Garten abgelassen werden, wenn der Grenzwert von Chlor unter 0,05 mg pro Liter Wasser liegt, weil Chlor schwere Naturschäden verursachen kann.

Der Pool wird nicht über den Wasseranschluss im Garten, sondern über den hauseigenen Anschluss befüllt. Das Befüllen über Gartenanschlüsse ist gesetzlich nicht zulässig, da das Beckenwasser nicht in den Boden versickert, sondern nach Gebrauch als Schmutzwasser ausgespült werden muss.

Wir hoffen, dass Sie sich mit Hilfe von unserem Artikel für eine geeignete Filteranlage entscheiden konnten. Wenn Sie sich für den Bau eines Pools interessieren, helfen wir Ihnen gerne weiter. Eine gute Beratung, wie auch fachliche Expertise können Sie sich gerne von unserem Swimmondo-Team einholen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung von ihrem Traumpool und freuen uns auf ein unverbindliches Erstgespräch. Besuchen Sie auch unseren Poolkonfigurator und planen Sie ihren Traumpool mit uns. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

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