Sandfilteranlage rückspülen? So funktioniert’s!

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Wenn man sich einen Pool anschaffen möchte, geht damit auch die Frage nach dem richtigen Filtersystem einher. Schließlich soll der Pool ja auch möglichst sauber sein!  Auf dem Markt gibt es unheimlich viel Auswahl – das kann echt überfordernd sein! Viele schwören dabei auf sogenannte Sandfilteranlagen.

Sandfilteranlagen erfreuen sich an großer Beliebtheit, da sie zum Einen sehr stabil und kompakt ist, zum Anderen weil sie dazu auch noch sehr kostengünstig ist. Sie wird oberirdisch oder in einem Technikschacht fest integriert. Doch egal für welches Filtersystem man sich entscheidet – Eines gilt wohl immer: Eine regelmäßige Wartung ist mehr als obligatorisch!

In diesem Falle bedeutet das: Sandfilteranlage rückspülen! Was dabei beachtet werden sollte und wie Sie bei einer Rückspülung richtig vorgehen müssen, erfahren Sie hier. Viel Spaß beim Lesen!

Sandfilteranlage rückspülen: Warum eigentlich?

Der Grund, warum man die Sandfilteranlage regelmäßig rückspülen sollte, ist ganz einfach erklärt: Verstopfung durch Schmutz! Der Sandfilter funktioniert so, dass wenn Poolwasser durch ihn hindurchfließt, der Dreck des Wassers von dem Sand zurückgehalten wird und sich darin sozusagen „verfängt“. So fließt dann nur noch das gesäuberte Wasser wieder zurück in den Pool. Nach einiger Zeit ist der Platz allerdings ausgeschöpft und in dem Filter befindet sich so viel Schmutz, dass dieser verstopft. Das erhöht den Filterdruck und die Filtration kann nicht mehr richtig stattfinden. Damit dass wieder funktioniert, muss die Anlage gereinigt werden, also heißt es nun: Sandfilteranlage rückspülen!

Lesetipp: Wie positioniere ich meine Filtertechnik richtig?

Verstopfung des Sandfilters: Die häufigsten Ursachen!

Wie eben schon gesehen, verstopft der Sandfilter mit der Zeit durch Dreck, der sich im Poolwasser befindet. Durch die Zirkulation gelangt dieser dann die Anlage. Die häufigsten Übeltäter sind da vor allem:

  • Laub
  • Algen
  • Erde
  • Tierchen
  • Schmutzpartikel
  • Steinchen

Leider ist das ganz normal und meistens kann nicht verhindert werden, dass Verunreinigungen aus der Natur in den Pool gelangen. Aber auch Badegäste sind nicht ganz unschuldig! Wenn auch nicht beabsichtigt und unbewusst, dennoch gelangen auch nach jedem Poolbesuch einige Verunreinigungen von uns ins Wasser. Hier ein paar Beispiele:

  • Hautzellen
  • Haare
  • Nägel
  • alte Pflaster
  • Make-up und Kosmetika

Es gibt also viele Ursachen, weshalb man regelmäßig die Sandfilteranlage rückspülen sollte. Das gilt vor allem bei Leuten, die ganz frisch einen Pool ihr Eigen nennen können. Hier kann es nämlich passieren, dass sich gerade am Anfang noch einiges an Gips lösen kann, dessen Partikel sich ebenfalls im Filter absetzen können.

Sandfilteranlage rückspülen – wann und wie oft nötig?

Ob eine Rückspülung nötig ist, entscheidet das Drucklevel im Filter. Dieses sollte regelmäßig überprüft werden, da es zunehmend steigt, wenn sich zu viel Schmutz angesammelt hat. Um zu entschieden, ob eine Rückspülung nötig ist, kann man sich an folgenden Werten orientiert:

  • Druckwert liegt bei 10 psi (ca. 1 Bar) über dem Wert nach der letzten Rückspülung
  • Druckwert zwischen den Messungen des Eingangs- und Ausgangsmanometers liegt bei 15 bis 20 psi. Normalwert der Druckfilterdifferenz: 5 psi.
  • Poolwasser ist sehr trüb oder milchig

Damit gewährleistet ist, dass die Sandfilteranlage gute Arbeit leistet, ist also eine regelmäßige Rückspülung unabdingbar. Wie oben gesehen, muss es aber gar nicht erst zu den genannten Druckwerten kommen, um eine Rückspülung durchzuführen. Auch, wenn das Wasser trüb oder milchig erscheint, kann eine verstopfte Sandfilteranlage die Ursache sein und sie sollte rückgespült werden.

Wichtiger Hinweis: Irgendwann bringt auch die Rückspülung nichts mehr, denn mit der Zeit nutzen sich die Sandkörner ab und können den Dreck nicht mehr gut auffangen. Neben einer regelmäßigen Rückspülung sollte also auch in gewissen Abständen kontrolliert werden (im Schnitt alle 3-5 Jahre),  ob der Filtersand ausgetauscht werden sollte.

Anleitung: Sandfilteranlage rückspülen

Sie wollen Ihre Sandfilteranlage rückspülen? Hier folgt nun die konkrete Anleitung, wie Sie Step by Step vorgehen sollten. Keine Sorge, dass geht schneller und einfacher, als gedacht!

1. Schritt: Ausschalten der Pumpe

Bevor Sie zur Tat schreiten, sollte auf jeden Fall zunächst die Pumpe ausgeschaltet werden. Auch der Stromschalter der Pumpe wird idealerweise umgelegt.  Am besten achten Sie dabei auch auf die Einstellung des Ventils des Sandfilters:

Einstellung

Bedeutung

GESCHLOSSEN

Bei dieser Einstellung muss die Pumpe ausgeschaltet bleiben. Hier sind alle Anschlüsse geschlossen und das Wasser kann nicht schließen.

FILTERN

„Filtern“ ist der Normalzustand. Hier arbeitet die Pumpe ganz normal: Das Wasser wird in den Sandfilter gedrückt. Dort wird es durch die Sandkörner gereinigt und fließt gesäubert zurück in den Pool.

ENTLEEREN

Diese Einstellung sorgt für die Entwässerung des Pools. Das Wasser durch die Pumpe wird zum Abwasserventil geleitet.

ZIRKULIEREN

Das Wasser wird in einen Kreislauf gebracht, zirkuliert also. Hier wird es aber nicht gereinigt, sondern nur durchmischt. Diese Einstellung hilft zum Beispiel, wenn Chemikalien verteilt werden sollen.

RÜCKSPÜLEN

Hier wird der Filtersand wieder gereinigt. Das Wasser wird hier einmal durch den Filter (rückwärts) gespült und befördert den Dreck Richtung Abwasserventil.

NACHSPÜLEN/ SPÜLEN

Beim Nachspülen/Spülen werden die aufgewirbelten Sandkörner wieder abgesetzt.

 

2. Schritt: Einstellung „Rückspülen“

Wie vermutlich schon erahnt, muss eben jetzt die Einstellung aus „Rückspülen“ geschaltet werden, damit der gewünschte Zweck erfüllt wird. Nun kann man endlich die Sandfilteranlage rückspülen lassen.

3. Schritt: Abwasserschlauch

Das Abwasserventil Ihrer Sandfilteranlage sollte nun mit einem Schlauch versehen werden, der dass Abwasser wegleiten kann. Dafür kann ein einfacher Gartenschlauch verwendet werden.

Lesetipp: Poolwabwasserentsorgung – was gibt es für Möglichkeiten?

4. Schritt: Start!

Jetzt kann es losgehen. Die Pumpe kann angeschaltet werden und sollte jetzt für mindestens zwei Minuten durchlaufen. Ist das Wasser endlich wieder klar, kann die Pumpe wieder ausgeschaltet und der Strom wieder umgeschaltet werden.

5. Schritt: Nachspülen und Filtern

Bevor Sie die Pumpe wieder ganz normal auf „Filtern“ schalten, sollte Sie in jedem Fall zunächst „Nachspülen“ bzw. „Spülen“. Das ist besonders wichtig, denn wenn Sie die Sandfilteranlage rückspülen lassen, wird dabei zum Einen der Filtersand aufgewirbelt und zum Anderen bleiben die Schmutzpartikel im Sandfilter zurück. Diese sollten natürlich wieder rausgespült werden, damit der Sandfilter richtig arbeiten kann. Auch hierbei muss das Abwasserventil offen bleiben, damit das schmutzige Wasser nicht wieder zurück in den Pool fließen kann. Das Nachspülen sollte so um die fünf Minuten lang stattfinden.

Anschließend wird die Pumpe wieder ausgeschaltet, damit das Ventil wieder auf „Filtern“ gestellt werden kann. Nun kann diese wieder angestellt werden.

Hinweis: Kontrollieren Sie bei diesem Schritt am besten auch direkt das Drucklevel. So können Sie festlegen, wann es wieder nötig sein kann, die Sandfilteranlage rückspülen zu lassen.

Sandfilteranlage: Eine gute Alternative?

Sandfilteranlagen sind eine beliebte Wahl, wenn nach dem richtigen Filtersystem gesucht wird. Die Wartung bzw. Kontrolle ist unkompliziert und Sie sparen zudem einiges an Kosten. Aber auch die beste Anlage bringt nichts, wenn diese nicht gepflegt wird. Bei Sandfilteranlagen bedeutet dass eine regelmäßige Rückspülung, das Kontrollieren des Drucklevels und das Austauschen des Filtersandes.

Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen weiterhelfen konnte und wünschen weiterhin viel Badespaß mit Ihrem Pool!

Noch offene Fragen?

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