Cyanursäure und Chlorstabilisator – Was man wissen muss!

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Cyanursäure und Chlorstabilisator – Was man wissen muss!

Eines ist besonders wichtig, wenn man entspannt und sorgenfrei den perfekten Pooltag genießen möchte: Eine ausgeglichene Poolchemie! Diese sorgt für das Abtöten von Bakterien, Viren und Algen und somit für die richtige Hygiene in Ihrem Pool.

Uns allen aus Schwimmbädern bekannt und eine besonders wichtige Rolle spielt dabei Chlor als Desinfektionsmittel. Hier ist es besonders wichtig, dass die Werte regelmäßig kontrolliert werden. Denn nur wenn Chlor bestimmten Idealwerten entspricht, hat es die richtige Wirkung. Was das alles mit Cyanursäure und Chlorstabilisator zu tun hat, erfahren Sie später.

Insgesamt ist Chlor sehr effektiv, hat aber einen natürlichen Feind: Die UV-Strahlung! Die Chlormenge im Pool kann sich bei direkter Sonneneinstrahlung innerhalb von 17 Minuten sogar halbieren. Passiert das, wird natürlich auch der Hygienestandard gesenkt und dass Chlor kann nicht mehr so im Pool wirken, wie es sollte. Die Folge: Bakterien, Viren, Algen und C.O. können sich wieder fröhlich ausbreiten.

Eines ist klar: Das will keiner! Die Lösung? Chlorstabilisator! Dieser schafft es, den Chlorgehalt konstant zu bewahren und der Sonneneinstrahlung zu trotzen. Ohne die Verwendung eines Chlorstabilisators muss teilweise das Achtfache an Chlor hinzugefügt werden, um für eine ausreichende Hygiene zu sorgen. Nun folgen einige Hinweise, die beachtet werden sollten, wenn ein Chlorstabilisator verwendet wird. Außerdem erfahren Sie den konkreten Zusammenhang von Cyanursäure und Chlorstabilisator! Viel Spaß beim Lesen.

Cyanursäure: Der Wirkstoff im Chlorstabilisator!

Cyanursäure und Chlorstabilisator hängen insofern zusammen, als dass Cyanursäure der chemische Wirkstoff im Chlorstabilisator ist. Diese gibt es entweder als Granulat oder Flüssigkeit. Aber nicht nur im Chlorstabilisator kommt Cyanursäure vor: Ebenso in Chlortabletten und Poolschockern.

Viele verwenden Cyanursäure und Chlorstabiliastor oftmals als ein und denselben Begriff. Kurz zusammengefasst ermöglicht die Cyanursäure, in Verbindung mit Chlor, eine höhere Resistenz gegen Sonneneinstrahlung.

Cyanursäure und Chlorstabilisator: Anleitung zur Verwendung

Eines vor ab: Achten Sie darauf, dass Cyanursäure und Chlorstabilisator niemals direkt ins Poolwasser gegeben werden sollte. Der Grund dafür ist, dass sich dieses Mittel eher langsam auflöst und dann, bei direkter Zugabe ins Wasser, direkt auf dem Poolboden landen würde. Der Bodenbelag wird dadurch sehr angegriffen, bleicht aus und wird spröde.

Ebenfalls sollte der Stabilisator nicht direkt in die Filteranlage gegeben werden. Der ph-Wert ist dafür viel zu niedrig und würde die Anlage beschädigen. Aber wie Cyanursäure und Chlorstabilisator dann richtig hinzufügen? Hier die Schritt für Schritt – Anleitung!

  1. Schritt: Besorgen Sie sich einen großen Eimer (ca. 20 Liter Fassungsvermögen).
  2. Schritt: Dieser sollte nun mit warmen Wasser befüllt werden, ca. 75% des Eimers.
  3. Schritt: Nun wird die Cyanursäure bzw. der Chlorstabilisator in den Eimer gegeben. Wie viel genau, hängt von der Größe Ihres Pools ab. Lesen Sie sich dafür genau die Packungsbeilage Ihres Produktes durch. Generell sagt man, dass ein Pool mit 10.000 Liter Fassungsvermögen ca. 0,47 kg Cyanursäure benötigt, um eine 10ppm höhere Konzentration zu erzielen.
  4. Schritt: Jetzt heißt es: Warten! Ist alles gut aufgelöst, kann der Inhalt in den Pool gegeben werden.

Wann brauche ich zusätzlich Chlorstabilisator?

In den meisten gängigen Chlorprodukten ist bereits Cyanursäure und Chlorstabilisator enthalten. Um also nicht zusätzlich Geld auszugeben und zu viel Chlorstabilisator im Pool zu verhindern, sollte zunächst überprüft werden, ob Sie nicht vielleicht sogar schon genügend verwenden. Achten Sie bei Ihrem Chlorprodukt auf einen der folgenden Inhaltsstoffe:

  • Kaliumdichlorisocyanurat
  • Natriumdichlorisocyanurat
  • Trichlorisocyanurat

Ist einer dieser Inhaltsstoffe bereits in Ihrem gängigen Chlorprodukt enthalten, benötigen Sie keinen zusätzlichen Chlorstabilisator. Dieser kann dann sogar mehr schaden als helfen! Eine zu hohe Konzentration ist auf jeden Fall zu verhindern. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie den Gehalt ganz einfach mit Teststreifen überprüfen. Diese gibt es ganz einfach im Internet zu bestellen, aber auch in jedem Fachhandel und Baumarkt zu kaufen.

Cyanursäure und Chlorstabilisator: Die Funktion

Wie schon gesagt, ist Cyanursäure der chemische Wirkstoff innerhalb des Chlorstabilisators, auch wenn diese Begriffe meist synonym verwendet werden. Im Poolwasser läuft das wie folgt ab: Der Chlorstabilisator verbindet sich mit den frei schwimmenden Chlor-Ionen und macht sie mithilfe der Cyanursäure resistent gegen UV-Strahlung. Das sorgt für einen konstanten Hygienestandard in Ihrem Pool.

Wird keine Cyanursäure hinzugefügt, sind die freien Chlor-Ione sehr angreifbar. Die Sonneneinstrahlung sorgt dann dafür, dass die Ione geteilt werden und schließlich verdunsten. So schwindet auch der notwendige Chlorgehalt rapide.

  • Vorteil von Chlorstabilisator: Der Chlorgehalt im Poolwasser hat eine bis zu fünfmal so große Desinfektionszeit. Bei einem gängigen Swimmingpool kann das zudem sehr kostensparend sein, da nicht mehr so häufig nachjustiert werden muss.
  • Nachteil von Chlorstabilisator: Insgesamt dauert die Bekämpfung von Bakterien, Viren, Algen und C.O. etwas länger und geht langsamer, da die desinfizierende Wirkung der freien Chlor-Ione etwas zurückgeht. Ein Whirlpool beispielsweise benötigt eine hohe Konzentration von freien Chlor-Ionen. Hier sollte auf Chlorstabilisator verzichtet werden.

Lesetipp: Richtige Poolreinigung! Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Wie oft Chlorstabilisator kontrollieren?

Wie eigentlich bei allem, gilt auch für Cyanursäure und Chlorstabilisator, dass zu viel des Guten eine schlechte Wirkung haben kann! Bevor Sie sich also ein zusätzliches Mittel anschaffen, sollten zunächst überprüft werden, ob nicht Ihr jetziges schon ausreichend Cyanursäure enthält. Ist nämlich einmal zu viel Cyanursäure und Chlorstabilisator im Pool, kann das wiederum gar nicht so leicht wieder entfernt werden. Dann hilft meistens nur Eines: Entweder eine große Menge sauberes Wasser hinzufügen oder sogar komplett austauschen. Nur so können Sie wieder für ein Gleichgewicht sorgen.

Ansonsten sind Cyanursäure und Chlorstabilisator sehr pflegeleicht. Während andere Werte innerhalb der Poolchemie 1-2 Mal wöchentlich kontrolliert werden sollten, reicht es hier, einmal im Jahr alles durch zu checken. Die Konzentration nimmt in dieser Zeit kaum bis gar nicht ab. Allerdings sollte bei folgenden Umständen der Gehalt im Pool doch noch einmal mehr überprüft werden:

  • Wasserverdünnung durch viel Regenwasser
  • Wasserverdunstung durch lange Hitzeperiode
  • Große Mengen Wasser wurden ausgetauscht

Cyanursäure: Wieviel verwenden?

Die richtige Menge an Cyanursäure ist individuell sehr unterschiedlich zu bestimmen. Letztendlich kommt es darauf an, wie groß der Pool ist. Dabei können die Werte sogar zwischen 10 und 100 ppm variieren! Sind Sie sich unsicher, lassen Sie sich gerne im Fachhandel beraten. Folgende Faktoren sollten allerdings beachtet werden:

  • 100 ppm sollte die absolute Höchstgrenze sein, da das Wasser sonst insbesondere für Kinder, die schnell auch mal Wasser verschlucken, gesundheitsschädlich sein kann.
  • Ein zu hoher Gehalt an Cyanursäure wirkt wiederum hemmend, was die desinfizierende Wirkung der Chlor-Ione betrifft und schützt nicht mehr genüge gegen die Verbreitung von Bakterien, Algen und C.O.
  • Cyanursäure kann allerdings insofern helfen, als dass sie die Chlor-Ione resistent gegen UV-Strahlung machen kann und somit für eine längere Haltbarkeit sorgen!

Wie Sie sehen, ist die Frage also gar nicht so leicht zu beantworten. Viele schlagen vor, sich an einen maximalen Wert von 50 ppm zu halten. Das bringt nämlich zwei Vorteile mit sich: Die Werte ab 50 ppm erhöhen den Schutz vor Sonneneinstrahlung nicht unbedingt und es kann verhindert werden, dass die desinfizierende Wirkung der freien Chlor-Ione stärker gehemmt wird.

Cyanursäure richtig absenken

Wie schon gesehen, hilft Cyanursäure und Chlorstabilisator nicht immer gegen alles. So gibt es manche Bakterien, beispielsweise diese die Follikulitis verursachen, die nur mit freien Chlor-Ionen bekämpft werden können. Das gilt auch für andere Viren und Parasiten, wie Kryptosporidien.  

Möchten Sie also den Gehalt von Cyanursäure im Pool wieder senken, hilft leider nur Eines: Das Wasser austauschen. Hier können Sie sich ungefähr daran orientieren, dass wenn Sie die Hälfte des Wassers durch frisches ersetzen, auch der Cyanursäure-Gehalt ca. um die Hälfte sinkt.

Fazit

Wir hoffen, dass wir Ihnen alle wichtigen Fragen zu Cyanursäure und Chlorstabilisator beantworten konnten. Sie sind neugierig auf mehr Wissen zum Thema Pool geworden? Schauen Sie doch gerne für weitere Artikel auf unserem Blog vorbei!

Es sind immer noch Fragen offen?

Wenn Sie noch offene Fragen oder Anregungen haben, helfen wir Ihnen gerne bei Swimmondo weiter! Nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion oder melden Sie sich im Chat. Wir stehen Ihnen zum Thema Pool mit Rat und Tat zur Seite! Sie wollen endlich den ersten Schritt in Richtung eigener Pool gehen? Probieren Sie auch gerne  unseren dafür konzipierten Pool-Konfigurator!

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