Holz im Pool – Eyecatcher oder faules Produkt

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Holz und Wasser? Wie gut geht das zusammen? Ein Holzpool beziehungsweise Pools komplett aus Holz werden immer beliebter. Viele Menschen stellen sich jedoch die Frage, ob Holz im eigenen Pool ein toller und modischer Eyecatcher oder lediglich ein faules Produkt ist. Ob in Monaco, in Kalifornien oder im Münchener Villenviertel: Immer öfter sieht man Pools aus Holz, die den Häusern eine gewisse romantisch-natürliche Optik verleihen. Auch die Stars präsentieren ihre Holzpools stolz in den sozialen Netzwerken. Auffällig ist, dass eben jene Holzpools besonders oft selbst gebaut sind. Auch bei vielen Luxusvillen wird häufig auf einen Pool der Marke Eigenbau nicht verzichtet.

 

 

Holzpools – neuer Trend – alte Technik

 

Holzpools erlebten in den letzten Jahren ihr großes Revival. Das liegt vermutlich an den günstigen Kosten, jedoch auch am Trend, immer mehr im Eigenheim selber zu machen. Das ist bei einem Holzpool wesentlich leichter als bei anderen Poolarten, wo ein Aufbau ohne teure fachmännische Hilfe nicht möglich ist. Auch das Bedürfnis nach Natürlichkeit wird durch einen Pool aus echtem Holz gestillt. Es handelt sich dabei jedoch nicht, wie einige denken würden, um eine moderne Methode des Poolbaus, sondern viel eher wird diese Technik schon sehr lange für die Konstruktion von Swimmingpools verwendet. Schon die alten Römer kannten in ihren Thermen Holzpools, da sich nicht jeder Thermenbetreiber einen Pool aus massivem Marmor leisten konnte. Diese waren häufig sehr teuer und aufwändig zu bauen, was viele dazu führte, auf Marmor zu verzichten und auf Holz zu setzen. Besonders in den späten Jahren des Römischen Reiches, fand man so vermehrt Holzpools, Holzbänke und sogar dementsprechende Holzabdeckungen, die dazu genutzt wurden den Pool zu schützen.

 

Von damals bis heute hat sich beim Aufbau dieser speziellen Poolart nicht viel geändert. Ganz außen befindet sich ein Corpus aus Holz, den man mit einer Art überdimensionaler Holzbadewanne vergleichen kann. Dieser wird häufig, ähnlich wie bei einem kleinen Gartenhäuschen oder einer Hundehütte, zusammengesetzt.

 

Das Innere des Pools wird mit einer speziellen Poolfolie abgedeckt, die sehr gut abdichtet und das Holz vor direktem Kontakt mit Nässe schützt, da dieses sonst natürlich nicht sehr lange durchhalten würde. Holz mag nämlich keinen andauernden direkten Kontakt mit Wasser, wenn es gleichzeitig an der Luft sein soll. Es ist zwar bei entsprechender Pflege möglich, Holz möglichst wasserresistent zu machen (siehe Sauna), allerdings ist bei einer nicht artgerechten Pflege, beziehungsweise bei Verwendungszwecken wie bei einem Pool, das Schimmelrisiko nicht sehr gering. Deshalb sollte auf eine Poolfolie, welche auch sehr kostengünstig erworben werden kann, nicht verzichtet werden. Dadurch hat man mit dem eigenen Holzpool viele Jahre lang eine Freude.

 

So ein Holzpool kann sowohl überirdisch und freistehend gebaut, oder in den Boden eingelassen werden. Die letzte Variante bringt natürlich die meiste Arbeit mit sich, da hierfür erst ein entsprechendes Loch gegraben werden muss. Vorher müssen Informationen über eventuelle Rohrverläufe eingeholt werden. Auch sind häufig Bodenproben zu erheben, damit der Pool einen stabilen Stand hat. Das kann sehr schnell sehr teuer werden. Wer hier kosteneffizient bauen will, der plant die notwendigen Schritte gut im Vorfeld durch.

 

 

Abdeckung für den Pool aus Holz

 

Für die Innenwände des Pools braucht man also, wie bereits oben erwähnt, eine Folie, um das Holz vor dem nasswerden, und in weiterer Folge vor Schimmel, zu schützen. Anders als beim Innenraum können für Abdeckungen von Pools jedoch auch spezielle Holzsorten verwendet werden. Im Holzfachhandel oder im Baumarkt des Vertrauens hat man häufig die Wahl zwischen verschiedenen Holzarten. Insbesondere zwischen Hölzern aus Europa und tropischen Hölzern kann man oft wählen. In Europa sind meist heimische Nadelhölzer wie die Lerche beliebt. Diese ist für ihre starke Beständigkeit gegen Pilze, Insektenbefall und Fäulnis bekannt und einigt sich daher ideal, um Spritzwasser zu widerstehen. Ein Pooldeck aus diesem Holz wird den Anforderungen eines Holzpools also gerecht. Trotzdem sollte auf eine hohe Qualität des Holzes geachtet werden, damit man lange Freude an dem Stück hat. Die Dielen sollten möglichst aus Kernholz sein. Um Farbbeständigkeit und Haltedauer des Holzes noch weiter zu erhöhen, kann das Holz regelmäßig mit einem speziellen, für diese Holzsorte geeigneten Öl behandelt werden.

Wer lieber etwas exotischer unterwegs ist, kann auf tropische Hölzer wie Cumaru, Teak oder Bangkirai setzen, die eine sehr hohe Dichte und dadurch auch hohe Witterungsbeständigkeit aufweisen. Gerade die sind für eine Nutzung als Poolabdeckung sehr gut geeignet. Natürlich empfehlen wir jedoch europäische bzw. heimische Hölzer, da diese häufiger aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen und keine langen Importwege hinter sich haben.

Eine Poolabdeckung aus Holz ist somit nicht nur nachhaltig und sieht toll aus, sondern wird auch den Anforderungen gerecht. Bei der Wahl der richtigen Holzart, sowie der qualitativ hochwertigen Verarbeitung und der richtigen Pflege, wird man mit so einem Pooldeck daher lange Spaß haben.

 

 

Sitzbänke im Pool, Liegefläche im Pool aus Holz oder doch gleich der ganze Boden?

 

Wie sieht es jedoch mit Holz aus, das im Pool direkt verwendet werden soll, etwa für Sitzbänke, Liegeflächen oder den Boden des Pools? Man würde annehmen, das Holz unter Wasser nicht lange aushält, die Nässe Schimmelbefall auslöst und das Holz einfach verfault. Dies ist jedoch nicht unbedingt richtig. Allerdings kann sich diese Frage, ohne einen Blick auf die gewählte Holzart, sowieso nicht beantworten lassen.

 

Holz besteht, ähnlich wie der Mensch, so circa zu 80 % aus Wasser. Es gibt hier beispielsweise die Weißtanne, deren Holz schon lange dafür bekannt ist, lange unter Wasser aushalten zu können. Auch Tannenbäume mit einer Durchfeuchtung von mehr als 80 % sind sehr lange unter Wasser haltbar. Wie jedoch auch bei der Abdeckung, kommt es hier stark auf die Behandlung und richtige Pflege des Holzes an.

 

Unterwasser ist Holz relativ langlebig, solange es dann nicht oberhalb des Wassers an der frischen Luft bleibt. Dies löst nämlich einen Zersetzungsprozess aus, der die neue Sitzbank oder die Liegefläche aus Holz kaputt machen kann. Auch Schimmelpilze brauchen frische Luft, um sich anzusetzen beziehungsweise zu wachsen. Es stimmt, dass es wesentlich unkomplizierter ist, Pooleinlagen, beziehungsweise den Boden aus Kunststoff und anderen Materialien zu wählen. Wenn es um Gesundheit, Optik und Wohlbefinden geht, so sind Materialien wie Holz jedoch wesentlich angenehmer.

 

Mit den richtigen Materialien und geeigneter Pflege kann man sich so also ein Wohlfühlparadies im eigenen Garten schaffen und davon profitieren am Ende alle.

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