Selbstverständlich kann man einen Pool relativ schnell bauen, wobei gerade in diesen Situationen viele Fehler auftreten können. Zunächst beginnt es beim Ausheben der Baugrube für den Pool: Das Graben der Baugrube ist im Prinzip schnell passiert, wenn es mit Bagger, Hacke und Schaufel ans Werk geht, aber wie geht es dann weiter, wenn die Baugrube fertig ist und der Pool steht? Was ist hinsichtlich der Befüllung des Bauraums des Pools wichtig? Wir zeigen hier auf, was Sie beachten müssen, wenn Sie den Bauraum Ihres Pools verfüllen möchten.

Darum sollten Sie nicht mit Erde verfüllen!

Um den Bauraum zu verfüllen, müssen Sie das richtige Material auswählen. Die Annahme, die ausgehobene Erde zur Befüllung zu verwenden, liegt ziemlich nahe. Allerdings bietet sich nicht jeder Erdaushub zur Verfüllung des Bauraums des Pools an. Wichtig ist folgender Aufbau:

  • Erde maximal bis 50 bis 60 cm unter der Frostschicht auffüllen
  • Rest mit Kies, Split oder Lava auffüllen, da dies drainfähig ist

Sie könnten also einen Teil der Erde zur Verfüllung des Bauraums verwenden, sodass Sie nur einen kleineren Rest entsorgen müssen. Wichtig ist es, die Frostschicht zu beachten. Kies und Split dienen im Winter als Frostkoffer und schützen vor Schäden.

Übrigens handelt es sich bei dem sogenannten Erdaushub nicht immer um „Erde“. Es hängt ganz von der Beschaffenheit des Aushubs ab, ob es als Erde bezeichnet werden kann. Im Prinzip dürfte nur die obere Schicht, also der Mutterboden, als Erde bezeichnet werden. Diese Schicht ist aber nicht dazu geeignet, den Bauraum zu verfüllen. Sie besteht aus organischen Materialien, die sich nur kurzfristig verdichten lassen.

Allerdings ist eine optimale Verdichtung der Baugrube (vor allem langfristig gesehen) notwendig. Lehmboden bietet sich auch nicht zur Verfüllung an, da er sich ebenfalls nur schlecht verdichten lässt und zudem nicht drainfähig ist.

Möchten Sie einen Pool bauen und den Bauraum verfüllen, sollten Sie sich an einen Spezialisten wenden, um auf diesem Wege herauszufinden, wie gut Ihr Boden geeignet ist. Verfügen Sie beispielsweise über einen sandigen Boden, könnte es durchaus funktionieren, das Material zur Verfüllung zu verwenden, da Sand die Voraussetzung für die Drainfähigkeit optimal ausschöpft.

Wer sich nicht ganz sicher ist, der könnte sich auch einen Bodengutachter bestellen, der sich mit der Beschaffenheit des Bodens auseinandersetzt, wie es vielmals durchgeführt wird, wenn es um den Hausbau geht. Dieser Vorgang ist aber wieder mit erheblichen Kosten verbunden. Von daher wäre es wahrscheinlich die günstigere Wahl, sich für Kies, Split, Lava oder RCL zu entscheiden. Aufgrund der Drainfähigkeit dieser Materialien sind Sie somit auf der sicheren Seite, wenn Sie diese Materialien zur Verfüllung des Bauraums verwenden möchten.

RCL vs. Kies vs. Split vs. Lava

Möchten Sie den Pool verfüllen und haben keine Erde zur Verfügung, die drainfähig ist, bieten sich verschiedene Materialien an, die wir hier kurz vorstellen. In der Praxis gehören folgende Materialien zu den gängigen Varianten:

  • RCL Schotter
  • Kies
  • Split
  • Lava

Jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Zudem sind sie mit unterschiedlichen Kosten verbunden. Deswegen ist es auch wichtig, sich Angebote über die verschiedenen Materialien einzuholen, um so die Kosten zu erfahren, die entstehen, wenn Sie den Pool verfüllen möchten.

Gerade auch bei großen Gartenpools zählt es zur obersten Priorität, gut zu vergleichen, um so die Kosten möglichst niedrig zu halten. Klarerweise sollte die Qualität im Vordergrund stehen, was wiederum dazu führen kann, dass es notwendig wird, mehr Geld auszugeben, als geplant. Dahingehend ist Information aber die halbe Miete.

Es wäre ja auch schade, wenn Sie sich einen individuellen Pool gebaut haben, der ganz nach den Vorstellungen und Wünschen in Modulbauweise gehalten ist, und zum Schluss die Verfüllung nicht fachmännisch erfolgt ist.

Wer in der Verfüllung auf ein preisgünstigeres Material zurückgreifen möchte, der sollte von der Nutzung von Lava absehen. Lava ist von den Anschaffungskosten her ziemlich kostspielig. Kies und Split sind ähnlich gestaltet, aber günstiger: Drainkies ist hier zu bevorzugen, wenn Sie den Pool verfüllen möchten, da Kies rund und gewaschen ist. Split hingegen ist scharfkantig und gebrochen.

Rohrleitungen müssen zuerst mit Sand verfüllt werden

Möchten Sie den Pool verfüllen, sollten Sie zunächst die Rohrleitungen mit Sand bedecken. Der Sand dient als Schutz vor mechanischen Belastungen, Druckänderungen und Beschädigungen. Deswegen ist es notwendig, die Rohre zunächst ausreichend zu schützen.

Nur wenn die Rohrleitung ordentlich von Sand umhüllt ist, ist sie vor Lecks geschützt. Machen Sie diesen Punkt falsch, kann schon ein kleiner spitzer Stein dafür verantwortlich sein, dass ein großes Malheur passiert, wenn Sie den Bauraum des Pools verfüllen.

Rohrleitungen sollten zudem frostsicher verlegt werden. In alle Richtungen umhüllen Sie die Rohre mit einer Sandschicht von einer Dicke von 20 cm. Ist dieser Punkt erfüllt, sind die Rohre ziemlich sicher vor Lecks.  

Schichtweise auffüllen und verdichten

Ein schichtweiser Aufbau wäre ganz sinnvoll, wenn Sie den Bauraum verfüllen möchten. Nur durch ein schichtweises Vorgehen kann der ganze Aufbau ordentlich und dauerhaft verdichtet werden. Falls die Füllung nicht ausreichend passiert ist, kann es im Nachgang zu Setzungen kommen, was zwingend zu vermeiden ist.

Vielmals unterschätzen die Leute die Schubkräfte der einzelnen Wände, weswegen sie nicht ordnungsgemäß oder schichtweise verdichten, doch hinsichtlich der Kosten sollten Sie in diesem Bereich nicht sparen. Verfüllen Sie immer nur stückchenweise mit wasserdurchlässiger Erde und verdichten Sie.

Das dauert vielleicht etwas länger, wenn Sie den Bauraum verfüllen möchten, ist aber dennoch wichtig. So entstehen möglicherweise auch höhere Kosten für die Miete von Verdichtungstechnik, was sich aber letztendlich auszahlt. Wer lange am Pool Freude haben möchte, sollte es richtig angehen, und den Pool-Bauraum optimal verfüllen. Es wäre doch schade, wenn Sie den Pool bauen, Fehler unterlaufen und nach einiger Zeit negative Effekte zu verspüren sind.

Aufbau der Hinterfüllung

Der Aufbau der Hinterfüllung des Pools ist im Prinzip auch ganz einfach gestaltet. Die folgenden Dinge sollten Sie beachten, wenn Sie den Pool auffüllen möchten:

  • Drainagerohr neben der Bodenplatte auf einer Kiesschicht und im Kiesbett einbringen
  • Flies über das Kiesbett legen, bevor passendes Verdichtungsmaterial wie sandiger Boden und Kies aufgebracht wird
  • 60 cm Frostschutzschicht (drainfähig) besteht aus 40 cm Drainkies oder ähnlichem Material und 20 cm Split (oberste Schicht)

Übrigens sollten Sie das Füllmaterial nicht direkt an die Poolwand geben, wenn Sie den Bauraum verfüllen möchten. Stattdessen bietet sich direkt an der Wand eine Bitumenbahn an. Zwischen Bitumenbahn und Füllmaterial sollte noch eine Noppenbahn angebracht werden, an die das Füllmaterial gegeben wird. Es sind doch einige Schritte nötig, um den Pool zu verfüllen.

Wir sind gerne Ihr Ansprechpartner, wenn Sie einen Pool bauen möchten und weitere Informationen benötigen, wie Sie den Bauraum verfüllen müssen. Zudem organisieren wir Ihnen die Materialien für Ihren Gartenpool, sodass Sie bequem die Bestandteile erhalten und den Pool verfüllen können.

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