Die Vor- und Nachteile von Stahlwandpools

22. Jan 2021

Stahlwandpools: Vorteile, Nachteile und wichtige Tipps

Ein eigener Pool im Garten ist für viele Hausbesitzer ein großer Traum. Besonders Stahlwandpools erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie vergleichsweise günstig, langlebig und einfach zu montieren sind. Sie bieten eine flexible Lösung, die sowohl freistehend als auch teil- oder vollständig in die Erde eingelassen werden kann.

Doch welche Vorteile und Nachteile bringt ein Stahlwandpool mit sich? Welche Formen sind verfügbar, und worauf sollte man bei der Planung, dem Aufbau und der Pflege achten?

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Stahlwandpools wissen müssen – von den grundlegenden Eigenschaften über die verschiedenen Formen bis hin zu einer Schritt für Schritt Anleitung.

Halb eingelassener Stahlwandpool

Was sind Stahlwandpools?

Ein Stahlwandpool besteht aus einem stabilen Stahlmantel, der durch Bodenschienen und einen Handlauf in Form gehalten wird. Innen sorgt eine robuste Poolfolie für Wasserdichtigkeit und schützt gleichzeitig die Stahlwand vor Korrosion.

Je nach Modell kann der Pool auf drei Arten aufgestellt werden: komplett freistehend, teilweise in die Erde eingelassen oder vollständig versenkt. Diese Flexibilität macht ihn zu einer beliebten Wahl für verschiedene Gartengrößen und Bodenbeschaffenheiten.

Viele Modelle werden als Komplettsets geliefert, die bereits eine Filteranlage, eine Leiter und ein Bodenvlies enthalten, sodass der Aufbau einfacher gelingt.


Vorteile von Stahlwandbecken

Einer der größten Vorteile eines Stahlwandpools ist das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie sind günstiger als gemauerte Pools, bieten aber dennoch eine hohe Stabilität und eine lange Lebensdauer. Der verzinkte oder feuerverzinkte Stahl ist witterungsbeständig und hält Regen, Frost und UV-Strahlen problemlos stand.

Dank des stabilen Handlaufs und der verstärkten Poolfolie sind sie zudem sehr robust und können viele Jahre genutzt werden, wenn sie richtig gepflegt werden. Eine Sandfilteranlage sorgt für klares Wasser und hält den Pflegeaufwand gering.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Stahlwandpools ganzjährig im Garten bleiben können, da sie wetterbeständig sind. Im Winter müssen sie nicht zwingend abgebaut werden – ein abgesenkter Wasserspiegel, Frostschutzmittel und eine Winterplane reichen in der Regel aus, um den Pool sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Stahl ist zudem ein recycelbares Material, was den Pool zu einer umweltfreundlicheren Option macht.

Welche Formen gibt es?

Stahlwandpools sind in verschiedenen Formen und verschiedenen Arten erhältlich, die sich jeweils für unterschiedliche Bedürfnisse eignen:

  1. Rundpools sind besonders beliebt, da sie einfach zu montieren sind und keine zusätzlichen Stützwände benötigen. Der Wasserdruck verteilt sich gleichmäßig, sodass keine Verstärkungen erforderlich sind.
  2. Rechteck Pools sind ideal für verschiedene Anwendungen und bieten zahlreiche Vorteile, die sie zu einer beliebten Wahl für Gartenbesitzer und Poolliebhaber machen.
  3. Ovale Pools sind ideal für Schwimmer, da sie mehr Platz für lange Bahnen bieten. Allerdings benötigen sie seitliche Stützwände oder eine teilweise Einlassung in die Erde, um Stabilität zu gewährleisten.
  4. Achtformpools sind ein echter Hingucker im Garten und bieten ebenfalls viel Platz. Sie benötigen jedoch eine aufwendigere Konstruktion, da Stahlträger zur Stabilisierung eingebaut werden müssen.

Welche Form die beste ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen und der Gartengröße ab. Während Rundbecken ideal für Familien sind, eignen sich ovale und achtförmige Pools besser für sportliche Schwimmer oder größere Grundstücke.

Nachteile von Stahlwandpools

Trotz ihrer vielen Vorteile gibt es auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden sollten.

Ein wichtiger Punkt ist, dass die meisten Modelle eine stabile Bodenplatte aus Beton benötigen, um den Pool sicher zu fixieren und Verformungen zu vermeiden. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand und zusätzliche Kosten.

Zudem ist die Nutzung einer Salz-Elektrolyse-Anlage nicht immer möglich, da Salzwasser die Stahlwände angreifen und langfristig Schäden verursachen kann. Wer auf eine umweltfreundliche Wasserpflege setzt, sollte daher prüfen, ob das gewählte Modell für Salzwasser geeignet ist.

Ein weiterer Faktor sind die Folgekosten, insbesondere wenn eine Poolheizung genutzt wird. Die Heizkosten können je nach Nutzungsintensität schnell steigen, da beheiztes Wasser mehr Verdunstung verursacht und häufiger nachgefüllt werden muss.

Höhere Becken mit einer Wandhöhe von 150 cm oder mehr sollten zudem teil- oder vollständig in die Erde eingelassen werden, da der Wasserdruck sonst zu stark auf die Wände wirkt. Das erhöht nicht nur die Baukosten, sondern macht auch den Aufbau komplizierter.

Wie gelingt der Aufbau?

Der Aufbau eines Stahlwandpools ist mit etwas handwerklichem Geschick gut machbar, erfordert aber eine sorgfältige Planung.

1. Standort wählen

Der Pool sollte auf einem ebenen, sonnigen und windgeschützten Platz stehen. Je nach Pooltyp kann eine Bodenplatte aus Beton erforderlich sein.

2. Bodenschienen auslegen und Stahlwand aufstellen

Die Bodenschienen definieren den Umfang des Beckens. Danach wird die Stahlwand vorsichtig aufgestellt und mit Schienen und Handlauf fixiert.

3. Ausschnitte für Skimmer und Düsen vorbereiten

Vorgesehene Öffnungen müssen sorgfältig ausgeschnitten und mit Zinkspray versiegelt werden, um Rostbildung zu vermeiden.

4. Bodenvlies und Poolfolie auslegen

Das Bodenvlies schützt die Folie vor Beschädigungen. Die Poolfolie wird faltenfrei in den Pool gelegt und mit Wasser beschwert, um sich optimal an die Wände anzupassen.

5. Filteranlage und Zubehör montieren

Während das Wasser weiter eingelassen wird, kann die Filteranlage installiert werden. Schläuche müssen auf die richtige Länge gekürzt und mit Dichtungsband abgedichtet werden.

6. Becken hinterfüllen (bei teil- oder vollversenktem Pool)

Wer den Pool in die Erde setzt, muss die Wände stabilisieren. Dies geschieht durch eine Hinterfüllung mit Kies oder Beton, um ein Einsacken zu verhindern.

Wichtige Tipps für die Poolpflege

Damit das Wasser sauber und hygienisch bleibt, sollte regelmäßig der pH-Wert überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Die Desinfektion erfolgt üblicherweise mit Chlor oder anderen Poolchemikalien.

Für den Winter wird empfohlen, den Wasserspiegel abzusenken, eine Winterabdeckung zu verwenden und die Filteranlage einzulagern. Dies schützt das Becken vor Frostschäden und erleichtert den Neustart im Frühjahr.

Fazit

Stahlwandpools sind eine hervorragende Wahl für alle, die einen langlebigen und preiswerten Pool suchen. Sie bieten Stabilität, Flexibilität in der Aufstellung und sind pflegeleicht. Besonders runde Modelle sind einfach zu montieren, während ovale und achtförmige Becken mehr Platz zum Schwimmen bieten, aber auch höhere Anforderungen an den Untergrund stellen.

Wichtige Aspekte wie eine stabile Bodenplatte, die Wahl der richtigen Poolfolie und eine durchdachte Wasserpflege sollten bereits vor dem Kauf beachtet werden. Wer die Planung sorgfältig angeht, hat mit einem Stahlwandpool viele Jahre Freude und kann sich an heißen Tagen jederzeit eine Abkühlung im eigenen Garten gönnen.