Erdaushub leicht gemacht: Die 6 wichtigsten Schritte

30. Jun 2021

In 6 Schritten zu Ihrem perfekten Erdaushub

Ein gut geplanter Erdaushub ist der erste und ein sehr wichtiger Schritt für viele Bauprojekte – vor allem beim Poolbau. Fehler können hohe Kosten verursachen und den Ablauf verzögern. Mit der richtigen Vorbereitung, etwas Know-how und der passenden Ausrüstung lässt sich das Ausheben der Baugrube problemlos meistern. Hier erfährst du Schritt für Schritt, worauf es ankommt und wie du teure Nacharbeiten vermeidest.

1. Passender Standort und Vorbereitung

Bevor du den Spaten ansetzt oder den Bagger rollen lässt, solltest du prüfen, wo Leitungen (Strom, Wasser, Gas) verlaufen. In den meisten Fällen vermeidest du so unerwartete Schäden oder Zusatzkosten.

  • Abstecken: Verwende Hauskanten, Treppen, Fenster und Terrassenplatten als Fixpunkte. Stecke die geplante Baugrube mit Pfosten oder Maurerschnur ab.
  • Bodenbeschaffenheit: Du triffst häufig auf sandige Böden, felsige Böden oder Mischformen aus Lehm, Sand, Schluff und Ton. Berücksichtige diese Gegebenheiten bei der Planung.
  • Schutzmaßnahmen: Wenn du bereits angelegte Flächen hast, kannst du Rasen oder Beete mit Schaltafeln und Vlies abdecken.

2. An den Erdaushub-Plan halten

Ein professioneller Erdaushub-Plan (z. B. von Swimmondo) enthält alle erforderlichen Maße und Aussparungen.

  • Exakte Maße: Kontrolliere regelmäßig Tiefe, Länge und Breite. Schon wenige Zentimeter Abweichung können später für Mehrarbeit sorgen.
  • Rechte Winkel: Halte Ecken möglichst im 90-Grad-Winkel, damit Schalungen oder Poolbauteile später sauber passen.

Messe lieber einmal zu viel als zu wenig. Digitale Messgeräte oder Laserentfernungsmesser sind hier sehr hilfreich.

3. Das Grundgerüst der Baugrube erstellen

Nun beginnst du mit dem eigentlichen Erdaushub. Ob du einen Minibagger oder größere Geräte benötigst, hängt von der Projektgröße ab.

  • Bodenplatte in Waage: Die Unterkante deiner Baugrube sollte möglichst eben sein, damit etwaige Sauberkeitsschichten oder Poolschalen stabil liegen.
  • Senkrechte Wände: Gerade Seitenwände erleichtern spätere Arbeiten enorm.
  • Schichtweises Graben: Bei sehr felsigem Boden oder großen Mengen Erde empfiehlt es sich, in Etappen zu arbeiten, um Abrutschen zu vermeiden.

4. Den Kabelschacht nicht vergessen

 

Beim Aushub solltest du schon an Strom- und Wasserleitungen denken – besonders beim Poolbau.

  • Technikstandort: Ob Garage, Gartenhaus oder ein Schrank im Freien – lege früh fest, wo deine Technikbox platziert wird
  • Kurze Wege: Grabe einen schmalen Graben (30–50 cm breit, 80 cm tief) vom Pool zur Technik, damit du Kabel und Rohre ohne Umwege verlegen kannst.

Frühzeitiges Planen spart Zeit und verhindert spätere, aufwendige Erdarbeiten.

5. Bodenbelag und Sauberkeitsschicht vorbereiten

Sauberkeitsschicht im Erdaushub

Oft reicht das bloße Ausheben der Baugrube nicht aus. Bei unebenem, steinigem oder sehr weichem Untergrund sind weitere Schritte nötig:

  • Unebenheiten ausgleichen: Fülle Vertiefungen mit Kies, Schotter oder Lava auf und walze sie eben.
  • Sauberkeitsschicht: Auf schwierigem Boden kann ein dünner Magerbetonbelag sinnvoll sein. So erhältst du eine plane und belastbare Basis für den weiteren Bau.

Diese Maßnahmen beugen Setzungen oder Verschiebungen in der Bauphase vor.

6. Feinschliff: Auf der Zielgeraden

Bevor du den Erdaushub als „fertig“ abhakst, prüfe alle Maße gründlich. So stellst du sicher, dass weder zu tief noch zu flach gegraben wurde.

Erdaushub entsorgen: Kosten & Vorgehen

Bei einem Bauprojekt fällt schnell mehr ausgehobene Erde an, als du verwenden kannst. In den meisten Fällen muss der Rest daher extern abtransportiert werden – das entsorgen von Erdaushub stellt viele Bauherren vor Fragen.

  • Wohin mit der Erde? Handelt es sich um Mutterboden, der in einem nutzbaren Zustand ist, kannst du ihn meist weiterverwenden. Ist er belastet, muss er fachgerecht entsorgt werden.
  • Zuständige Behörde: Bei Verdacht auf Kontamination oder sehr großen Mengen Erde solltest du deine zuständigen Behörde kontaktieren.
  • Kosten für die Entsorgung: Häufig wird ein Preis in Euro pro Tonne angesetzt. Auch Transport- und Deponiegebühren fließen ein.
  • Schnellen und einfachen Abtransport organisieren: Ein Container oder Lkw vor Ort spart Zeit. Achte darauf, dass aufgelockerte Erde mehr Volumen einnimmt als verdichtete.

Wenn du Erdaushub entsorgt, beachte, dass nur unbelastetes Material weitergegeben oder privat wiederverwendet werden darf. Bei Mischungen aus Lehm, Sand und anderen Bestandteilen solltest du genau prüfen, ob Verunreinigungen vorliegen.

Fazit und weiterführende Tipps

Ein sorgfältig geplanter Erdaushub ist das Fundament für jedes Bauvorhaben. Wer von Anfang an weiß, welche Bodenbeschaffenheit zu erwarten ist, wie viel ausgehoben werden muss und wo Leitungen verlaufen, spart sich Stress und Kosten. Schon kleine Abweichungen können später große Auswirkungen haben.

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