Aquacycling: Der Fatburner im Pool | Swimmondo

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Gelenkschonend trainieren – das ist etwas, wofür sich immer mehr Menschen interessieren. Sehr beliebt ist das sogenannte „Aquacycling“, auch „Aquabiking“ genannt, ein echter Fatburner im Wasser und ein Fitnesstrend aus den 80ern, der mittlerweile wieder populär geworden ist.

 

Cycling – der Vorgänger des Aquacyclings

 

Cycling oder „Spinning“ gilt als eines der effektivsten Sportprogramme, um die Fitness zu trainieren, Kalorien und Fett zu verbrennen und insbesondere seine Ausdauer zu verbessern.

 

Die Geschichte des Indoor-Cyclings

Doch wie hat das Fahrrad seinen Weg von der Straße ins Fitnessstudio gefunden? Selbst leidenschaftliche Fahrradfahrer fahren für gewöhnlich am liebsten bei gutem Wetter. Kalte Temperaturen, Regen, Schnee und Wind sind nicht die idealen Bedingungen für eine Fahrradtour. Auch wenn es hochmotivierte Radfahrer gibt, die sich selbst unter diesen Gegebenheiten auf den Sattel schwingen, findet man das Fahrrad im Winter bei den meisten eher in der Garage oder im Keller. Um dennoch fit zu bleiben und an seiner Ausdauer zu arbeiten, hat sich eine gute Alternative entwickelt: das Indoor-Cycling, bei dem man auf der Stelle radelt. Was sich erst einmal anhört wie Sport für Ältere oder Reha-Patienten, ist in Wahrheit ein echter Kalorienkiller. Durch die Kombination aus Schwungscheibe und Freilauf ist das Training anstrengend und fordernd.

Indoor-Cycling – ein Vorgänger des Spinnings

 

In den späten 70er beziehungsweise frühen 80er-Jahren entwickelt sich in den USA das Indoor-Cycling, ein Vorgänger des Spinnings. Fahrräder, die bisher nur für Leistungstest bei Ärzten oder in Sportzentren genutzt wurden, um festzustellen, wie fit der Patient oder Kunde ist, etablierten sich mehr und mehr in Fitnessstudios.

Spinning – Hochintensives Training mit Musik

Jonathan Goldberg, ein südafrikanischer Radrennprofi, ist der Erfinder des Spinnings, einem hochintensiven Ausdauertraining. Die Idee kam ihm bei der Vorbereitung auf ein Rennen, das 3100 Meter lange „Race across America“. Nach einem prägenden Erlebnis bei dieser Tour, bei dem er nur knapp dem Tod umging, baute er die Idee aus, auch zu Hause trainieren zu können ohne sich Gefahren auszusetzen. Da seine Idee bei Bekannten und Freunden so gut ankam, kombinierte er sein Programm mit mitreißender Musik und in den 90er-Jahren fand sein Konzept auch in Fitnessstudios Anklang. Zusammen mit seinem Geschäftspartner John Banduin gründete er 1994 seine eigene Firma für Spinningräder namens „Mad Dogg Atheltics“ und ließ den Begriff Spinning schützen. Heutzutage ist Spinning aus den meisten Fitnessstudios nicht mehr wegzudenken.

Urspung des Aqua-Cyclings

 

Aqua-Cycling kommt ursprünglich aus dem Reha-Sport-Bereich. Es wurde dort für Personen eingesetzt, die sich einer Hüft- oder Knieoperation unterziehen mussten. Der Trend, Fahrrad im Wasser eines Pools zu fahren, wurde in Italien eingeläutet.

Vorteile des Aqua-Cyclings

 

Aquacycling findet sogar bei Spitzensportlern wie Christiano Ronaldo Anklang, weil es ein effektives Ganzkörpertraining ist, bei dem man in kurzer Zeit im Pool bis zu 800 Kalorien verbrennen kann. Zudem sorgt der Druck des Poolwassers dafür, dass der ganze Körper gestrafft wird, da das Wasser im Pool die Blutzirkulation des Körpers anregt. Als Folge wird das Bindegewebe gefestigt. Außerdem sorgt der Wasserdruck im Pool dafür, dass die Herzfrequenz sinkt, was wiederum der Fettverbrennung zugutekommt. Durch den Wasserauftrieb entsteht eine entlastende Wirkung für die Wirbelsäule, aber auch für Gelenke, Sehnen und Bänder. Deswegen ist das Training im Pool auch bei Senioren und Leuten mit Gelenkbeschwerden sehr beliebt.

 

Wie funktioniert Aqua-Cylcing?

Im Grunde ist es ganz einfach: Auf speziellen Ergometern wird in einem Pool geradelt. Das Wasser reicht dabei etwa bis zur Hüfte. Ein Pool sollte somit 1,35 m nicht überschreiten. Die speziell für den Einsatz im Wasser konstruierten Räder aus Edelstahl wiegen zirka 23 Kilogramm. Für eine optimale Position können Sattel und Lenker exakt auf die Körpergröße des Fahrers eingestellt werden. Damit keine Langeweile aufkommt, baut der Trainer spezielle Übungen ein, bei denen Oberschenkel-, Po-, Rumpf- und Armmuskulatur gestärkt werden. Die Wahrscheinlichkeit hierbei Muskelkater zu bekommen ist trotzdem relativ gering, da die Muskeln im Wasser des Pools nicht überlastet werden, da unterschiedliche Muskeln im Wechsel angesprochen werden.

Weitere Vorzüge des Aqua-Cyclings

 

Durch den Wärmeverlust, den der Körper im Wasser auszugleichen versucht, wird der Energiestoffwechsel gefordert, was zusätzlich beim Abnehmen hilft. Durch die niedrigere Temperatur im Wasser des Schwimmbeckens wird auch das Immunsystem sowie das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Regelmäßiges Training auf dem Fahrradergometer im Pool sorgt also auch für eine starke Abwehr.

 

Aqua-Cycling oder Fahrradfahren an Land?

Vergleichsstudien, die zum Fahrradtraining im Wasser und an Land durchgeführt wurden, ergaben, dass der Fettstoffwechsel beim Training im Pool vermehrt angeregt wird. Zudem ist der Energieverbrauch im Wasser höher als bei gleicher sportlicher Belastung an Land, da man gegen einen gewissen Wasserdruck strampeln muss. Der hydrostatische Druck des Wassers wirkt dabei, so vermuten Wissenschaftler, blutdrucksenkend. Durch das Fahrradfahren im Pool sollen auch die bekannten Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin reduziert werden. Ob an Land oder im Pool, Fahrradfahren ist ein intensives, forderndes Ausdauertraining, das nicht nur optische Vorteile für Körper und Haut mit sich bringt, sondern ebenso gesundheitliche Vorteile, die diesen Sport so beliebt machen. Konfigurieren Sie noch heute Ihren eigenen Pool!

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