Schwimmen – die Geschichte der Sportart

Mann schwimmt durch einen Pool

Inhalt

Der Schwimmsport hat schon eine weit zurückgehende Historie. Im Jahr 1896 traten Schwimmer zu ihrem ersten Wettkampf in Athen an und nahmen an vier Wettkämpfen teil. Dies war aber noch kein internationales Turnier. Das Turnier umfasste über 100 m, 500 m und 1.200 m Kraueln und über 100 m das sogenannte Matrosenschwimmen. Im Laufe der Jahre kamen weitere Disziplinen wie Rücken (1900), Brust (1908) und Butterfly (1956) hinzu. Frauen durften seit 1912 an den Wettkämpfen teilnehmen.

Die olympischen Spiele

Das Schwimmen hat eine sehr lange Tradition bei den Olympischen Spielen, da es eine der Sportarten ist, die seit den Anfängen in den modernen Olympischen Spiele involviert sind. Um den historischen Hintergrund zu verstehen, schreiben wir zunächst einen Überblick über die Geschichte des Sports. Zur aktuellen Olympia finden Sie hier einige Informationen.

Wassergymnastik gilt seit dem 16. Jahrhundert als Ausgleichssport zum körperlichen Training und es wurden auch unter anderem Bücher zum Schwimmen veröffentlicht. Die Geschichte des Schwimmens begann langsam im Jahr 1774. In Frankfurt am Main wurden die ersten öffentlichen Bäder und 1837 der erste deutsche Schwimmverein, die Wasserfreunde Berlin, gegründet. Die sportliche Karriere begann dann mit Schülerwettbewerben und 1855 wurden die ersten Meisterschaften in England ausgetragen. 1893 wurde dann die Meisterschaft in Deutschland ausgetragen und gleichzeitig der erste Damen-Schwimmverein gegründet. Nur das Brustschwimmen war zunächst bekannt, wurde aber auch im Vereinigten Königreich bekannt und weiterentwickelt

Bis 1973 gab es keine Weltmeisterschaft, alle internationalen Wettbewerbe wurden während der Olympischen Spiele ausgetragen. Die Geschichte des Schwimmens bei den Olympischen Spielen hat sich wie folgt entwickelt:

Wie hat sich das Schwimmen über die Zeit verändert?

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Schwimmen gravierend verändert. Die Leistung hat sich durch neue Wendetechniken, neue Stile und den Einsatz von High-Tech-Kleidung deutlich verbessert. Auch Schwimmbäder spielen bei der Weiterentwicklung eine wichtige Rolle. In Athen schwammen 1896 noch Menschen im offenen Meer, 1924 konnten die Schwimmer in Paris in einem extra errichtetem Schwimmstadion ihre Fähigkeiten auf die Probe stellen. Erstmals waren hier die Bahnen durch Leinen und Tücher voneinander getrennt. Aber das Schwimmen im Pool ist unvergesslich. Das Schwimmen im offenen Wasser hat sich jedoch durch die Entwicklung des modernen Schwimmbades nicht zurückentwickelt.

1984 wurde in Los Angeles das Synchronschwimmen mit zwei Solo- und Duettveranstaltungen in die olympischen Spiele aufgenommen. Mit der Zeit wurden immer mehr Innovationen des Schwimmsports weiterentwickelt. So entstand der 50-m-Freistilsprint (Männer und Frauen), der 1988 in Seoul hinzugefügt wurde, und die 4×200-m-Freistilstaffel der Frauen, die 1996 zum ersten Mal in Atlanta geschwommen wurde. Die neueste Innovation ist das 10-km-Schwimmen für Männer und Frauen, welches 2008 in Peking eingeführt wurde. Dies wird im offenen Wasser ausgetragen und soll an die alte Zeit erinnert.

Weltrekorde für Hightech-Kleidung

Neben den Veränderungen in der Schwimmtechnik spielte auch die Bekleidung eine immer wichtigere Rolle. Die Hersteller investieren massiv in die Weiterentwicklung. Professionelles Schwimmen im 21. Jahrhundert hat nichts mit Badeanzügen und dem ursprünglichen Schwimmen im Badeanzug zu tun. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking fielen Weltrekorde im Dutzend. Der Weltverband verabschiedete daraufhin neue Regeln, die darauf abzielen, das „Wettrüsten“ der Textilhersteller und die Leistungsexplosionen der Athleten einzudämmen.

Frauen und Olympia

Frauen durften erstmals 1912 in Stockholm den Olympischen Spielen im der 100-Meter-Kraulen und der Kraulstaffel teilnehmen. Während des ersten Jahrzehnts der Olympischen Spiele wurden Schwimmwettbewerbe immer nur im offenen Wasser ausgetragen. Damals gab es noch keine gut ausgestatteten Hallenbäder und man schwamm in der rauen See.

Veränderung der unterschiedlichen Schwimmstile

Auch die verschiedenen Schwimmstile haben sich über die Jahre verändert, wie eben schon erwähnt. Hier erfahren Sie nun alles über die Unterschiede und die Entwicklung der Schwimmstile.

Schmetterling

Das Schmetterlingsschwimmen hat sich aus dem Brustschwimmen entwickelt. Ein Amerikaner demonstrierte diese Technik 1935 in einem Wettkampf. Hier war er nicht schneller als die besten Brustschwimmer, aber der Stil entwickelte sich sehr schnell und drei Jahre später wurde der Brust-Weltrekord von den besten Schwimmern die Schmetterling schwammen gehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Brustschwimmen am Rande des Niedergangs, da Schmetterlingsschwimmer den Brustschwimmer dominierten. 1953 trennte die FINA diese beiden Schwimmarten. Die grundlegendste Änderung im Schmetterlingshub ist die Beinarbeit. Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne gewann mit Abstand ein amerikanischer Delfinschwimmer. Vor einigen Jahren wurden die Regeln von Delphinschwimmern zum Schmetterlingsschwimmen geändert. Dadurch wurde der Brust-Beinschlag, der verboten war, wieder zugelassen. Das Schmetterlingsschwimmen hat sich aber über die Jahre hinweg nicht durchgesetzt.

Rückenschwimmen

Im 19. Jahrhundert wurde das Rückenschwimmen als Abwandlung des Brustschwimmens bekannt. Es wurde damals als Brutschwimmen rückwärts bezeichnet.

Die Beine arbeiteten wie beim normalen Brustschwimmen, der Schwimmer liegt hierbei jedoch auf dem Rücken. Da der Kopf so stark zurückgelegt wird, das nur noch Nase und Mund aus dem Wasser schauen, muss der Schwimmer ein starkes Hohlkreuz machen, um diese Schwimmtechnik perfekt ausführen zu können. Die Arme werden von den Oberschenkeln über den Kopf auf Schulterhöhe gezogen. Danach werden diese ins Wasser getaucht und ganz ausgestreckt und dann wieder in die Ausgangsstellung, an die Oberschenkel gebracht.

Der Beinschlag erfolgte synchron oder asynchron. Erstmals wurde 1912 bei den olympischen Spielen  ein Wechselzug mit einem Beinschlag durchgeführt, welcher einem Beinschlag in der Kriechstosstechnik ähnelte. Nach dieser Premiere verschwand die herkömmliche Technik schnell und die neue Technik wurde noch weiterentwickelt verbessert und gleicht in der Geschwindigkeit ungefähr der Schmetterlingstechnik.

Die 200 m Rückendisziplin wurde 1900 in Paris zum ersten Mal ins olympischen Programm aufgenommen. Sie wurde danach erst wieder 1964 in Tokio geschwommen. Die 100m Disziplin wird seit 1908 ausgetragen.

Brustschwimmen

Die natürlichste Schwimmart und die erste die Kindern beigebracht wird ist das Brustschwimmen. Ende des l8. Jahrhunderts gab es die Theorie, dass der Körper des Schwimmers leichter sei als das Wasser. Um das zu erreichen, müsse der Schwimmer nur Kopf über Wasser halten. Durch diese Theorie entstand das Brustschwimmtechnik. Hierbei wurden zu Beginn die Arme nicht abgewinkelt und die Knie nah an den Körper gehalten. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden unterschiedliche Brustschwimmtechniken gelehrt. Ein Ziel der Techniken war es mit einer geringen Anzahl von Zügen und einer langen Gleitphase, eine möglichst maximale Strecke zurückzulassen.

Nicht nur die Technik, sondern auch die Regeln wurden über die Jahre immer wieder verändert. Zu Beginn wurde nicht nur die Zeit der Schwimmer, sondern auch deren Ausführung der Technik im Wettkampf bewertet. Die Richter waren oft sehr streng und deswegen kam es auch häufig zu Protesten. So durfte unter anderem das Kinn nicht bewegt werden und es wurde besonders auf Symmetrie geachtet. In den 60er-Jahren wurden die Regeln verändert.

1875, bei der ersten Überquerung des Ärmelkanals, schwamm der Schwimmer im Brustschwimmstil. Bei den olympischen Spielen in London 1908 wurde das Brustschwimmen als olympische Disziplin über 200m aufgenommen. Seit 1963 ist auch die 100 m Teil der olympischen Spiele.

Kraulschwimmen

Das Kraulen ist der schnellste Schwimmstil aller Zeiten. Es ist somit kein Wunder, dass schon in der Antike ähnliche Techniken wie das Bauchkraulen verwendet wurden. Es gibt jedoch mehrere Gründe für die Entwicklung des Kraulschwimmens. Als Ausgangsposition gilt die seitliche Schwimmlage. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Stil weiterentwickelt, indem man einen Arm über das Wasser streckte. Die erste Langstreckenmeisterschaft in diesem Stil war das schnellste Rennen der Zeit. Daraus wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Handüberhandstil entwickelt. Auch die Kriechtechnik kann als Weiterentwicklung des Kraulschwimmens bezeichnet werden. Es wurde um die Jahrhundertwende eingeführt, nachdem es von den Eingeborenen der Salomonen kopiert wurde. Der Hauptunterschied zum Kraulen ist, dass bei dieser Technik die Arme viel schneller bewegt und abgewinkelter platziert werden. Außerdem wird ein Wechselschlag der Beine laufend durchgeführt, bei dem die Oberschenkel gestreckt bleiben. So wurde die Kraultechnik über die Jahre immer weiter- und entwickelt.

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